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Wohnriester Vergleich

Wohnriester oder Riesterrente

Vor- und Nachteile der Wohnriester-Verträgen

Durch die neue Eigenheimrente, auch Wohn-Riester genannt, wird die eigene Immobilie als private Altersvorsorge endlich besser gefördert. Die Förderung wird dadurch begründet, dass durch wegfallende Mietkosten im Alter weniger Geld benötigt wird. Nicht umsonst wird die Eigenheimrente aber von Verbraucherschutzverbänden und vielen Finanzexperten kritisch beäugt. Nicht immer ist es zutreffend, dass im Alter wirklich weniger Kapital benötigt wird, wenn eine eigene Immobilie vorhanden ist. Bei einer Immobilie werden regelmäßig Renovierungs- und Modernisierungskosten fällig und diese sind nicht zu unterschätzen. Erwirbt beispielsweise ein 40-jähriger Mann 2009 eine Immobilie mit einer zertifizierten Riester-Förderung, sind bei Rentenbeginn umfangreichere Renovierungsmaßnahmen fällig. Ohne zusätzliche Vorsorge kann die Finanzierung dann schwierig werden.

Gerade bei noch unschlüssigen Riester-Sparern ist von einem Wohnriester-Vertrag abzuraten, da dieser rein zweckgebunden ist und nur für die Bildung von Wohneigentum verwendet werden kann. Es besteht zwar die Möglichkeit, einen normalen Riester-Rentenvertrag abzuschließen und das angesammelte Kapital zu übertragen, aber dann werden erneut Abschlusskosten fällig. Wird jedoch direkt ein normaler Riester-Vertrag abgeschlossen, kann dieser ebenfalls zur Tilgung eines Darlehens für eine Immobilie verwendet werden, er muss es aber nicht. Der Sparer bleibt damit flexibler und hat trotzdem jederzeit die Möglichkeit, Wohneigentum zu bilden.

Lohnenswert ist der Wohnriester vor allem für Personen, die in der Lage sind, die Immobilie bis zum Rentenbeginn komplett zu entschulden. Durch die niedrigeren Schuldzinsen auf dem fiktiven Wohnförderkonto ist der Spareffekt meist höher als bei einer Anlage als Versicherungpolice oder Banksparplan. Trotzdem muss aber nebenbei noch zusätzlich Kapital angespart werden, um eine ausreichende Altersvorsorge zu haben. Zur Erinnerung: Die Riester-Rente wurde eigentlich geschaffen, weil das Rentenniveau 2002 abgesenkt wurde und dadurch die entstehende Versorgungslücke wieder ausgeglichen werden sollte. Für den Gering- oder Durchschnittsverdiener ist eine zusätzliche Kapitalbildung aber meistens nicht möglich und deswegen profitieren besonders Besserverdiener von der neuen Regelung.

Soll die Riester-Förderung aber auf jeden Fall zur Bildung von Wohneigentum genutzt werden, empfiehlt es sich, möglichst früh die Immobilie zu erwerben. Damit steigt zum einen die Chance auf eine Entschuldung bis zum Rentenbeginn und zum anderen wird insgesamt deutlich mehr Miete eingespart, die eventuell zum Ausbau der staatlichen Altersrente verwendet werden kann.

Ein endgültiges Fazit kann nicht getroffen werden, für einige eignen sich die neuen Wohnriester-Verträge hervorragend, für vermutlich einige mehr eignen sie sich nicht so gut. Gerade wenn Unsicherheit besteht, sollten Sparwillige aber eher einen konventionellen Riester-Vertrag abschließen, der sich später flexibler verwenden lässt. Übrigens ist dann die Anlage in einem Banksparplan oder einer Riester-Rentenversicherung sinnvoller, von Fondsprodukten sollte man für eine spätere mögliche Verwendung zur Wohnungsbauförderung lieber Abstand nehmen, gerade wenn der Vertrag erst am Ende der Laufzeit zur Entschuldung verwendet werden soll. Herrscht dann gerade eine Baisse auf dem Aktienmarkt, bekommt man mit etwas Pech nicht mehr als die eingezahlten Beiträge zurück und ob diese ausreichend sind, um die Immobilie komplett zu entschulden, ist fragwürdig. Bei Rentenversicherungen und Banksparplänen kann das zwar theoretisch auch auftreten, allerdings nur mit deutlich geringerer Wahrscheinlichkeit.